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Pflege/Entwicklung Grundsätzliches (3/3)
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Mitarbeiter einer Straßenmeisterei bei der Schulung vor Ort

Woher kommt die Idee der ökologie-orientierten Grünpflege

Schon in den 80ger Jahren wurde festgestellt, dass die Böschungsflächen entlang der Straßen ähnlich groß sind, wie diejenigen Flächenanteile, welche unter Naturschutz stehen. Was liegt also näher, als diese Straßenbegleitflachen nach naturschutzorientierten Gesichtspunkten zu entwickeln und zu pflegen.

Der Gedanke wurde von der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in Bonn aufgegriffen und in Fachzeitschriften diskutiert. 1989 wurde in Baden-Württemberg ein Pilotprojekt u.a. mit dem Büro VisualÖkologie durchgeführt, bei dem Erfahrungen mit der ökologie-orientierten Pflege unter Praxisbedingungen gewonnen werden sollten. Um Schwerpunkte für den Pflegeeinsatz zu schaffen, wurden besondere Bereiche als die sogenannten "Auswahlflächen" ins Leben gerufen. Der Rest wurde "Normalflächen" getauft.

Die Studie erbrachte die Erkenntnis, dass ein Mehraufwand an Pflege bei den Auswahlflächen bei weitem durch die Reduzierung der Pflegeintensität an Normalflächen aufgefangen wird. Die Einsparung war zwar nicht das Ziel der Studie, entspricht aber dem weitgefassten ökologischen Gedanken, welcher eben auch die Mähgutreduzierung sowie eine Reduzierung beim Einsatz von Maschinen berücksichtigt.

Der Pilotstudie folgte eine Veröffentlichung zur Grünpflege sowie einige einführende Schulungsveranstaltungen im Land. Seit diesem Zeitpunkt entwickelt VisualÖkologie Pflegepläne flächendeckend für das Regierungspräsidiums Stuttgart. Inzwischen sind zahlreiche Straßenmeistereien mit Pflegeplänen ausgestattet. Die ökologie-orientierte Grünpflege ist somit zur Standardpflege für die Straßenbaubehörde in Baden-Württemberg geworden.

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